In Team 3#

Ein paar kleine Episoden aus dem Alltag unserer Teamfahrer.

Vom Tellerwächer zum Millionär oder auch: vom Studenten zum Vollzeitjob!

Lutz du hast im September dein Studium abgeschlossen? Wie geht es jetzt weiter bei dir?

Ja, seit Mitte September hat mich der Ernst des Lebens wieder. Die schönen Studentenjahre sind vorbei. Das Ganze kann man natürlich mit einem lachenden und einem weinendem Auge betrachten. Einerseits hat man ja als Student das blühende Leben, viel Freizeit (zumindest kann man sich sehr viel individuell einteilen) und somit auch viel Zeit seinen Hobbys nachzugehen. Andererseits knappert man die ganze Zeit am Existenzminimum und muss auch arbeiten gehen, und die Belastung durchs Studium vergisst man im Nachhinein auch ganz schnell. Es tut auch mal gut wieder ein Kapitel im Leben abzuschließen und sich neuen Sachen zu widmen. Als frisch gebackener „Master of Science“ (nicht zu verwechseln mit Master auf Disaster) und somit also Sportwissenschaftler erster Güte oder was auch immer (genau weiß man ja nie was man nach so einem Studium eigentlich ist) hatte ich also ein Angebot bekommen, um als Sporttherapeut tätig zu werden.

Was ergeben sich denn jetzt für Veränderungen für dich?

Da sind schon einige Sachen auf mich zugekommen oder kommen noch. Als allererstes musste ich, meinem nun mittlerweile liebgewonnenen Chemnitz den Rücken kehren. Allerdings nun wieder auch nicht so gravierend, da es mich wieder nach Bautzen zurückverschlagen hat. Ansonsten halt der Umstieg von Student zum Arbeiter, obwohl ich ja als Student auch nicht faul sein konnte. Aber mal hier und da paar Stündchen, ist halt doch etwas anderes, als von früh bis spät. Die andere Seite der Medaille ist aber auch der beruhigende Kontostand und das sich was bewegt im Leben.

Was ist das für eine Stelle die du jetzt hast und was genau machst du dort?

Ich bin Sporttherapeut in einer ambulanten Rehabilitationsklinik mitten im Oberlausitzer Bergland. Genauer gesagt also in der Reha Salus in Großpostwitz.

Ambulant bedeutet, die Leute sind Tagsüber mit ihren Wehwechen bei uns, um wieder fit zu werden. Das heißt Physiotherapie, Ergotherapie und eben auch Sporttherapie, also Training. Für Letzteres bin ich zuständig. Wenn Herr X sich also wiedermal beim Techniktraining das Schlüsselbein bricht, dann kommt er zu mir (natürlich muss das schon halbwegs zusammengewachsen sein) und muss ordentlich Armkraft trainieren um den Lenker wieder richtig festhalten zu können..naja meistens sind es aber eher andere Verletzungen.

Wie sieht es trainingstechnisch bei dir aus? Geht da noch was?

Naja das ist so eine Sache. Nachdem ich mich jetzt langsam an den Rhythmus gewöhnt habe, muss ich sagen, dass es schon schwer wird. Bis jetzt bin ich noch einige Male mit dem Rad auf Arbeit gefahren, da kann man schon fast von Training sprechen. Ist schon echt hart sich bei Eiseskälte um kurz nach 6 aufs Rad zu setzen, um dann mit Licht abends wieder heim zu düsen. Bleiben dann halt nur die Wochenenden, man hat auf jeden Fall wieder Lust sich draußen zu bewegen, wenn man den ganzen Tag drin ist. Sicher werden die Umfänge etwas weniger werden, aber was solls, muss ich halt noch effektiver Trainieren. Um der Beste im Team zu bleiben wird’s schon reichen (zwinker, zwinker). Also mal sehen wie ich über den Winter komme, aber mit unseren neuen Maschinen brauchen wir ja nächstes Jahr eh nicht mehr zu treten…

 

 

Eine Bombensaison für dich und das Team wie soll das denn 2012 weitergehen?

Mit Vollgas natürlich, nee also im Ernst diese Saison war echt der Hammer, endlich mal keine großen Säuchen. Alle haben ihre Leistung gebracht, so macht das echt Spaß. Ich hoffe wir können nächstes Jahr einfach daran anknüpfen. Wenn alle Gesund bleiben, wird das schon werden. Das Niveau ist da, was man nicht zuletzt bei den Crossrennen gesehen hat. Wichtig ist, dass es im Team auch organisatorisch gut klappt, aber auch da sind wir auf einem guten Weg.

Also bis denn dann!